Kloster Wienhausen

Staffelgiebel am Westflügel und Nonnenchor

© Verkehrsverein Flotwedel in Wienhausen e.V., http://www.wienhausen.de

Markant sind die Staffelgiebel des Klosters

Markant sind die Gebäude des Klosters Wienhausen – mit ihren Staffelgiebeln beeindrucken vor allem der Westflügel und der Nonnenchor des 1230 gegründeten Klosters in dem kleinen Heideort an der Aller vor den Toren Celles. Das Kloster Wienhausen ist nur im Rahmen einer Führung von Anfang April bis Mitte Oktober zu besichtigen. Weithin bekannt ist es für seine wertvollen gotischen Bildteppiche aus dem 14. und 15. Jahrhundert, die bei der Teppichwoche mit einer persönlichen Führung gezeigt werden.

Gotische Malereien im Nonnenchor

© Verkehrsverein Flotwedel in Wienhausen e.V., http://www.wienhausen.de

Besichtigen Sie die wertvollen Bildteppiche

Mit einer Audioführung in verschiedenen Sprachen können Sie die Teppichausstellung bis zum Saisonende besichtigen. Schenkungen des Celler Herzoghauses und von Hildesheimer Bischöfen verhalfen dem Kloster Wienhausen im 14. Jahrhundert zu Reichtum, auf den die prächtige Architektur zurückzuführen ist. Die Wände und Decken des Nonnenchores zieren gotische Malereien. Die Darstellungen zeigen unter anderem das Leben, Leiden und Sterben Jesu sowie die Schöpfungsgeschichte.

Die mit Bibelsprüchen getäfelte Äbtissinenzelle

© Verkehrsverein Flotwedel in Wienhausen e.V., http://www.wienhausen.de

Die Nonnen wehrten sich vehement gegen die Reformation

Unter den Eichenbohlen des Chorfußbodens fand man bei Bauarbeiten wertvolle Gegenstände, die heute ausgestellt sind. Ebenfalls beeindruckend ist die getäfelte Äbtissinzelle, deren Wände Bibelsprüche flächendeckend schmücken. Nachdem Herzog Ernst 1531 die Gegenwehr der Nonnen gebrochen hatte, wurde 1587 die erste Äbtissin im Kloster Wienhausen eingeführt. Die Nonnen hatten sich vehement gegen die Reformation gesträubt und sich erst gebeugt, als der Herzog Gebäude abreißen ließ.

Außenansicht des Nonnenchors

© www.wikipedia.de, Thomas Hermes, http://www.wikipedia.org, Lizenz: CC-BY

Einst lebte der Konvent nach Zisterzienserordensregeln

Die abgerissenen Gebäude baute man knapp 20 Jahre später in schlichterem Fachwerkstil wieder am Kloster auf. Nach dem Willen der Klostergründerin Herzogin Agnes von Landsberg aus dem Hause Wettin, Schwiegertocher Heinrichs des Löwen (Herzog von Sachsen und Bayern), lebte der Konvent von jeher nach den Gewohnheiten der Zisterzienser. Es ist allerdings nicht bekannt, ob das Kloster förmlich in den Zisterzienserorden aufgenommen wurde.

Truhengang im Kloster Wienhausen

© Verkehrsverein Flotwedel in Wienhausen e.V., http://www.wienhausen.de

Heute zeigen die Konventualinnen Ihnen die Kunstschätze

Heute ist das Kloster Wienhausen eine selbständige Körperschaft des öffentlichen Rechts mit einem Konvent aus einer Äbtissin und 15 Konventualinnen. Ihr Hauptanliegen ist es, als evangelisch-lutherisches Damenstift eine Lebensgemeinschaft auf Grundlage des christlichen Glaubens zu bilden. Zudem machen sie die Klostergebäude und die zahlreichen Kunstschätze, darunter die wertvollen Bildteppiche, durch Führungen der Öffentlichkeit zugänglich. Viele Konzerte und Veranstaltungen finden das ganze Jahr im Kloster statt.

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Kontakt:

Kloster Wienhausen

An der Kirche 1
29342 Wienhausen

Telefon: 05149-1866-0 und -10
Telefax: 05149-1866-39

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