Hünen- und Hügelgräber

von Julia Voigt

Eindrucksvoll sind die Sieben Steinhäuser

Eine der eindrucksvollsten und auch bekanntesten Gruppen von Großsteingräbern in der Lüneburger Heide sind die Sieben Steinhäuser bei Ostenholz. Das 1923 unter Schutz gestellte Kulturdenkmal vereint fünf Großsteingräber. Sie befinden sich zwischen Bad Fallingbostel und Bergen auf dem Truppenübungsplatz Bergen-Hohne. An jedem Wochenende können sie in der Zeit zwischen 8.00 bis 18.00 Uhr besichtigt werden. Fahren Sie über Bad Fallingbostel und Oerbke Lager nach Ostenholz, dort den Schildern folgen.

Aller-Radweg im Aller-Leine-Tal
© Tourist-Information Bad Fallingbostel

Seit dem 3. Jahrtausend v. Chr. befinden sie sich hier

Die Sieben Steinhäuser wurden wie die übrigen Großsteingräber Norddeutschlands in der zweiten Hälfte des dritten Jahrtausends v. Chr. von Menschen der Trichterbecherkultur errichtet. Dies war jene Bevölkerung, die im norddeutschen Flachland die bäuerliche Wirtschaftsform einführte. Einer der Decksteine hat mächtige Ausmaße von 4,6 x 4,2 m und eine Stärke von einem halben Meter. Jedes einzelne Grab war die Beerdigungsstätte einer Sippe oder eines Geschlechts durch über 1.000 Jahre hindurch.

Der Aller-Radweg im Aller-Leine-Tal
© Tourist-Information Bad Fallingbostel

Auch sehenswert - die Oldendorfer Totenstatt

In der Oldendorfer Totenstatt bei Amelinghausen sehen Sie vier Großstein-, Hünen- und Hügelgräber in unterschiedlicher Form und Größe, deren Entstehung zum Teil bis ins Jahr 3.000 v. Chr. zurückreicht. Gut gestaltete und ausführliche Informationstafeln dieser Anlage informieren Sie über die Besonderheiten der jeweiligen Steingräber. Eine Bereicherung und Ergänzung zur Totenstatt ist das Archäologische Museum Oldendorf, das in einer denkmalgeschützten, sanierten historischen Kate untergracht ist.

Logo des Aller-Radwegs
© Wolfgang Kleeblatt

Zahlreiche Hügelgräber rund um Bispingen

In der Nähe der Ortschaft Bispingen, bei Borstel, liegen zahlreiche Hügelgräber, von denen einige freigelegt und untersucht worden sind. Schautafeln erklären die verschiedenen Steinsetzungen. Funde aus den Gräbern, wie etwa Urnen und Faustkeile, sind im Museum in Hannover verwahrt. Im Dorfwald von Bispingen-Volkwardingen befinden sich rund 20 prähistorische Hügelgräber aus der Bronzezeit. Östlich des Dorfes hat man einen Urnenfriedhof mit Hunderten von Urnengräbern gefunden.

Hügelgräber entlang des Wanderweges durch den Naturpark

Auch im Naturschutzgebiet Lüneburger Heide zwischen Wilsede und Döhle, zwischen Undeloh und dem Totengrund, sind Hügelgräber sichtbar. Von Döhle führt übrigens ein schöner Rundwanderweg über den Totengrund, das Heidetal und den Wilseder Berg wieder zurück nach Döhle. Im Totengrund hat das Naturschutzgebiet seinen Ursprung (1906), der Wilseder Berg ist die höchste Erhebung der norddeutschen Tiefebene. Ebenso gibt es an mehreren Stellen zwischen Schneverdingen und Bispingen Steingräber.

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