Eine der eindrucksvollsten und auch bekanntesten Gruppen von Großsteingräbern sind die "Sieben Steinhäuser". Sie liegen 10 km südöstlich von Bad Fallingbostel auf dem heutigen Truppenübungsplatz Bergen. An jedem Wochenende können sie von 8 bis 18 Uhr besichtigt werden. Zu anderen Zeiten ist die Zufahrtstraße wegen des militärischen Übungsbetriebes gesperrt.
Die "Sieben Steinhäuser" wurden wie die übrigen Großsteingräber Norddeutschlands in der zweiten Hälfte des dritten Jahrtausends v. Chr. von Menschen der Trichterbecherkultur errichtet, von jener Bevölkerung, die im norddeutschen Flachland die bäuerliche Wirtschaftsform einführte. Der eine Deckstein hat eine Abmessung von fünf mal vier Metern und ein Gewicht von 80 000 Zentnern. Jedes einzelne Grab war die Beerdigungsstätte einer Sippe oder eines Geschlechts durch über 1000 Jahre hindurch.
In der "Oldendorfer Totenstatt" bei Amelinghausen findet man 4 Großsteingräber / Hünengräber und Hügelgräber in unterschiedlicher Form und Größe, deren Entstehung zum Teil bis ins Jahr 3000 vor Null zurückreicht. Durch einige sehr ausführliche Informationstafeln wird der Besucher dieser Anlage über die Besonderheiten zum jeweiligen Steingrab informiert und er erhält auch einige Einzelheiten zu den belegten, archäologischen Funden.
Rund um die Ortschaft Bispingen - Borstel liegen zahlreiche Hügelgräber, von denen einige freigelegt und untersucht worden sind. Schautafeln erklären die verschiedenen Steinsetzungen, Funde aus den Gräbern, wie Urnen und Faustkeile, sind im Museum in Hannover verwahrt. Im Dorfwald von Bispingen - Volkwardingen liegen rund 20 prähistorische Hügelgräber aus der Bronzezeit. Östlich des Dorfes hat man einen Urnenfriedhof mit Hunderten von Urnengräbern gefunden.
Auch im Naturschutzgebiet Lüneburger Heide zwischen Wilsede und Döhle, zwischen Undeloh und dem "Totengrund" oder zwischen Schneverdingen und Bispingen sind an vielen Orten Hügelgräber sichtbar.
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