Museumshof Winsen (Aller)
Bäuerliches Leben anno dazumal
Die Saison im Museumshof Winsen (Aller) – dem Freilichtmuseum am Brauckmanns Kerkstieg – beginnt traditionell Ostern. Bis Ende Oktober können Sie hier allerhand Interessantes und Spannendes über die bäuerliche Geschichte in der südlichen Lüneburger Heide erfahren. Fachwerkhäuser, Ausstellungen und Aktionstage mit Buchweizenwaffeln vom offenen Feuer oder Steinofenbrot frisch aus dem Backhaus sorgen für einen erlebnisreichen Tag im Museumshof.
Dat groode Huus – ein Bauernhaus von 1653
Das aus dem Jahre 1653 stammende Zweiständerhaus »Dat groode Huus« ein typisches Niederdeutsches Bauernhaus und bildet den Mittelpunkt des Museumshofes. Es wurde 1980 abgetragen und 1982 als erstes Gebäude des
Freilichtmuseums wieder aufgebaut. Die vielfältige Ausstattung
vermittelt einen guten Eindruck über die damaligen Lebens- und
Wirtschaftsverhältnisse. Die Mitarbeiter des Winser Heimatvereins erklären Ihnen anschaulich, wie die Menschen hier früher lebten und arbeiteten.
Allerlei Wissenswertes, Ausstellungen und ein Museumsladen
Sie erfahren, wie jemand ursprünglich ins
Fettnäpfchen trat, wie man im Flett kochte und auf der Diele drosch. Mehrere Gebäude aus dem 17. bis 19. Jahrhundert bilden heute die
historische Hofanlage. Darunter auch ein Treppenspeicher aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts, der damals vor
allem der Aufbewahrung von Getreide, Lebensmitteln und Hausrat diente. Im Treppenspeicher sehen Sie eine Imkerei-Ausstellung sowie eine Ausstellung zum Thema Flachs und Leinen. Im Kutschenhaus befindet sich der Museumsladen.
Tolle Veranstaltungen, Aktionstage und Konzerte
Die Mehrzweckscheune von 1727 vereinte einst als Dreiständerbau einen
Schafstall, einen Holz- und Torflagerraum sowie einen
Ackerwagenabstellplatz. Weitere Gebäude des Museumshofes sind das Backhaus, die Heuscheune und der Schweinstall. Hinzu kommen ein alter Brunnen und ein Bienenstand. Der Backofen im Backhaus wird zwei Mal im Jahr zum Winser Backtag in Betrieb genommen. Auf dem Museumsgelände mit Bauerngarten, Färberpflanzengarten und Applhoff finden regelmäßig vielfältige Veranstaltungen und Aktionstage statt.
Und zum Abschluss Kaffee und Kuchen im Kalandhof
Der Kalandhof ist ein nach einem Brand 1781 wieder errichteter Hof, der im Jahre 2004 im Winser Museumshof wieder aufgebaut und Ende 2005 eröffnet wurde. Im Erdgeschoss befindet sich ein gemütliches, prämiertes Hofcafé. Lassen Sie es sich im Flett des Zweiständer-Fachwerkhauses bei einer Tasse Kaffee gut gehen, hier, wo man früher auf dem offenen Feuer kochte, die Kühe in den Kübbungen standen und Korn auf der Diele gedroschen wurde. Oder sitzen Sie gemütlich auf der Caféterrasse. Das Obergeschoss nutzt das Museum als Seminarraum, Archiv und Magazin.
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