Die romantische Stadt am Südrand der Lüneburger Heide.
Im Celler Schloss residierten die Lüneburger Herzöge von 1378 an; auf ihre Residenz war die ganze Stadt hin ausgerichtet. Der Zweite Weltkrieg hat die Stadt weitgehend verschont, so dass die Altstadt mit ihren etwa 450 Fachwerkhäusern noch heute ein städtebaulich nahezu geschlossenes Ensemble bietet. Im Süden und im Westen wird es von zwei Parks flankiert, die zu Spaziergängen einladen: dem Schlosspark und dem Französischem Garten.
In der Kalandgasse verdient die alte Lateinschule wegen der vergoldeten Psalmworte und der wie Eisenbänder wirkenden Beschlagornamente auf den Fachwerkbalken Beachtung.
Die Fassade des sechsgeschossigen Hoppener-Fachwerkhauses in der Poststraße 8 gleicht einem Bilderbuch. Sie ist über und über mit Schnitzwerk überzogen. Manche Darstellungen sollten Böses vom Haus fernhalten, andere nur unterhalten. So findet man über dem Erdgeschoss einen recht sinnenfrohen männlichen Striptease.
Celle zeigt auch Kontrast: Hinter den historischen Fassaden pulsiert das moderne Leben und Sie können die Auslagen der feinen Geschäfte betrachten, durch lauschige Innenhöfe schlendern und Platz nehmen in einem gemütlichen Café oder einer urigen Kneipe. Am Abend bieten sich vielfältigen Veranstaltungen aus Kunst und Kultur an - Premieren, Vernissagen, alter Jazz und moderner Rock. Ob Sie bei einem Kurztrip einen Zipfel der Geschichte erhaschen möchte oder bei einem längeren Aufenthalt das intensive Eintauchen in die Welt einer besonderen Stadt mit einer reizvollen und erlebnisreichen Umgebung suchen - Sie werden in Celle mehr erleben als eine historische Fachwerkstadt.
Das 1735 von Kurfürst Georg dem II. gegründete Niedersächsische Landgestüt ist ein Pilgerziel für alle Pferdeliebhaber. Hier werden etwa 140 Zuchthengste gehalten, denen jedes Jahr etwa 8000 Stuten zugeführt werden. Damit ist sichergestellt, dass die Rasse der Hannoveraner nicht ausstirbt, die sich vor allem in der Dressur und im Springreiten einen weltweit geschätzten Namen gemacht hat.